Unsere Projekte

In vielen Modellprojekten und Studien untersucht und erprobt der Deutsche Olympische Sportbund gemeinsam mit seinen Mitgliedsorganisationen die Bedingungen und Möglichkeiten sportlicher Aktivität älterer Menschen.

Alltags- Fitness –Test (AFT)

Mit dem „Alltags-Fitness-Test“ können Sie in Ihrem Verein Ihre körperliche Fitness im Alltag überprüfen und gleichzeitig erfahren, wie Sie im Vergleich zu anderen Testpersonen gleichen Alters und Geschlechts abschneiden. Außerdem können Sie auf Grundlage Ihrer aktuellen Ergebnisse erfahren, ob Ihre aktuelle Fitness ausreicht, um im Alter von 90 Jahren ein selbstständiges Leben zu führen.

Als Übungsleiterin bzw. Übungsleiter können Sie den Fitnesszustand Ihrer Gruppe mit einem wissenschaftlichen fundierten Testinstrument überprüfen. Individuelle Stärken und Schwächen lassen sich so aufzeigen und können durch spezifische Trainingsprogramme gefördert werden.

Die meisten Älteren stimmen darin überein, dass die Lebensqualität der späten Jahre entscheidend davon abhängt, ob man die Aktivitäten, die man gerne tun möchte, ohne große Umstände und ohne besondere Anstrengung ausüben kann. Da die Menschen immer länger leben, wird es zunehmend wichtiger, die körperliche Verfassung für eine erfolgreiche Alltagsbewältigung im Auge zu behalten.

Viele ältere Menschen kommen oftmals wegen ihres bewegungsarmen Lebensstils bereits bei normalen Alltagsaktivitäten nahe an ihre körperliche Leistungsgrenze. Dann erfordert z.B. das Treppensteigen maximale Anstrengung. Jeder weitere Funktionsrückgang kann dazu führen, dass sie ihre Selbstständigkeit einbüßen und auf Hilfe bei täglichen Aktivitäten angewiesen sind.

Glücklicherweise sind die meisten altersbezogenen Rückgänge in der körperlichen Leistungsfähigkeit vermeidbar und auch umkehrbar. Entscheidend ist, frühe Anzeichen von körperlicher Schwäche zu entdecken und die Bewegungsgewohnheiten rechtzeitig in geeigneter Weise zu verändern.

Mit dem Alltags-Fitness-Test (AFT) reagiert der DOSB auf diese Entwicklungen und Erkenntnisse. Der Alltags-Fitness-Test ist die deutsche Version des „Senior Fitness Test“ der amerikanischen Professorinnen R. Rikli und J. Jones. Damit steht erstmalig ein solches Testinstrument für Deutschland zur Verfügung.

Der Test

Zentraler Bestandteil ist eine einfache und aussagekräftige Überprüfung der alltagsrelevanten Fitness, die für eine selbstständige Lebensführung im Alter erforderlich ist. Dabei wird ein wissenschaftlich fundiertes Instrument eingesetzt, das zuverlässig individuelle Stärken und Schwächen erkennt. Die Überprüfung der körperlichen Funktionsfähigkeit wird mit einer individuell zugeschnittenen Bewegungsberatung verbunden.

Der DOSB möchte mit diesem Testverfahren einen Beitrag leisten, damit Sie über eine körperliche Fitness im Alter verfügen, um normale Alltagtätigkeiten sicher, unabhängig von der Hilfe anderer und ohne übermäßige Erschöpfung bis ins hohe Alter ausführen zu können.

Inhalte

Der aktuelle körperliche Funktions- und Fitnesszustand der Teilnehmerinnen und Teilnehmer wird mit sechs Aufgaben überprüft, die hohe Bedeutung für den Alltag haben. Getestet werden die Bein- und Armkraft, Ausdauer, Beweglichkeit der unteren und oberen Körperhälfte sowie die Geschicklichkeit.

Bei der Beurteilung der Leistungen in den verschiedenen Aufgaben werden die Werte mit denen von Personen gleichen Geschlechts und gleichen Alters verglichen. Die Altersspanne reicht von 60 bis 94 Jahren. Der Test gibt Auskunft darüber, ob die  jeweilige Leistung überdurchschnittlich, durchschnittlich oder unterdurchschnittlich zu bewerten ist.

Die Aufgaben geben aber auch Auskunft darüber, wie gut die momentane körperliche Leistungsfähigkeit für ein selbstständiges Leben mit 90 Jahren beschaffen ist. Diese Möglichkeit ist bei vier der sechs Aufgaben vorhanden.

Durchführung

Die sechs Aufgaben des Alltags-Fitness-Tests sind folgende:

  • Überprüfung der Beinkraft: Es wird ermittelt, wie oft die Testperson innerhalb von 30 Sekunden von einem Stuhl vollständig aufstehen kann, ohne die Arme zu benutzen. 

  • Überprüfung der Armkraft: Es wird erfasst, wie oft innerhalb von 30 Sekunden eine Hantel aus einer gestreckten Haltung des Armes bis zur Schulter geführt werden kann. Das Gewicht der Hantel beträgt 2,3 kg für Frauen und  3,6 kg für Männer.


  • Überprüfung der Ausdauer: Ermittelt wird die Anzahl von Kniehebungen, die innerhalb von zwei Minuten ausgeführt werden können, wobei jedes Knie auf eine Höhe in der Mitte des Oberschenkels anzuheben ist.


  • Überprüfung Hüftbeweglichkeit: Erfasst wird, wie weit die Testperson mit beiden Händen an die Fußspitze eines ausgestreckten Beines reichen kann. Dabei sitzt diese auf der Vorderkante eines Stuhles.


  • Überprüfung der Schulterbeweglichkeit: Ermittelt wird, wie weit die Hände auf dem Rücken zusammengebracht werden können. Es soll versucht werden mit einer Hand über der Schulter und einer Hand unterhalb der Schulter die Fingerspitzen soweit anzunähern, dass sich die Mittelfinger möglichst berühren.


  • Überprüfung der Geschicklichkeit: Erfasst wird, wie viele Sekunden benötigen werden, um von einem Stuhl aufzustehen, um eine Markierung in 2,4 Metern Entfernung herumzugehen und sich wieder hinzusetzen.


Für diese Test-Übungen sind jeweils unterschiedliche Auswertungsdiagramme für Männer und Frauen vorhanden. So kann jede Testperson ganz individuell ihre Stärken und Schwächen erkennen.

Die meisten älteren Menschen sind neugierig, was ihre Fitness-Werte betrifft. Sie wollen wissen, wie sie im Vergleich zu anderen Personen gleichen Geschlechts und gleichen Alters abschneiden und ob sie die geforderten Fitness-Standards zur Erhaltung der Selbstständigkeit bis ins hohe Alter erreichen. Diese Erfahrungen haben sich bei Testungen in Sportvereinen immer wieder gezeigt. Ehrgeizige Ältere, insbesondere Männer, wollen zu den besten ihrer Altersgruppe gehören und demonstrieren, wie fit sie sind. Auch für diese leistungsorientierten Personen ist der AFT ein sehr gut geeignetes Instrument, das die Älteren enorm motivieren kann.

 Gewinn aus den Ergebnissen:

  • Vergleich mit anderen Personen desselben Geschlechts und Alters: der Test kann aufzeigen, ob das erfasste Funktionsniveau überdurchschnittlich, normal oder unterdurchschnittlich ausfällt.

  • Prognose für ein unabhängiges Leben bis ins hohe Alter: vier der sechs Testübungen können Auskunft darüber geben, ob auf Grundlage der aktuellen körperlichen Leistungsfähigkeit ein selbstständiges Leben mit 90 Jahren möglich ist.

  • Wiederholung des „Alltags-Fitness-Test“: durch mehrmalige Anwendung des Tests lassen sich Veränderungen über die Zeit dokumentieren. So kann aufgezeigt werden, ob eine Verbesserung oder eine Verschlechterung in den einzelnen Bereichen stattfindet. Zudem wird deutlich, ob die Veränderungen langsamer oder schneller als bei Personen gleichen Geschlechts und Alters  verlaufen.

  • Im Bereich der Gesundheitsausbildung und Gesundheitsförderung:  werden die Testergebnisse den Testpersonen ausführlich erklärt, können diese besser verstehen, wie ihre Fitnesswerte mit ihrer funktionalen Mobilität zusammen hängen. Niedrige Werte z.B. im Beinkrafttest weisen auf eine Schwäche der unteren Extremitäten hin, die dazu führen kann, dass z.B. das Treppensteigen unmöglich wird. Darüber hinaus beinhaltet eine solche Schwäche ein erhöhtes Sturzrisiko.

  • Übungsleiter können die Inhalte ihrer Kurse bedarfsgenau planen und überprüfen, ob die Trainings- und Bewegungsinhalte bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmer auch wirklich zu einer Leistungssteigerung führt.

Folgende Broschüren stellt der DOSB für den „Alltags-Fitness-Test“ zur Verfügung:

Auswertungsbroschüre für Testteilnehmende: Die Testleiterinnen und Testleiter können die Ergebnisse für Frauen und Männer festhalten, damit anschaulich gezeigt werden kann, wie die Getesteten im Vergleich zu anderen Personen gleichen Alters und Geschlecht stehen.

An wen richtet sich die Auswertungsbroschüre: Sie hält die individuellen Ergebnisse der getesteten Seniorinnen und Senioren fest und enthält wissenschaftlich fundierte Aussagen zum Fitnesszustand. Diese können helfen, ein individuelles Trainingsprogramm zu beginnen oder weiter zu verfolgen.

Broschüre für Übungsleitende: Testleiterinnen und Testleiter können sich über die Durchführung sowie das benötigte Material, die Auswertung und Einsatzmöglichkeiten informieren.

An wen richtet sich diese Broschüre: Diese wurde für alle Übungsleiter/innen konzipiert, die auf der Suche  nach einem wissenschaftlich fundierten Testinstrument zur Überprüfung der alltäglichen Fitness sind. Durch die Broschüre erhalten die Testleiterinnen und Testleiter detaillierte Informationen zur Durchführung, welche für exakte und vergleichbare Testergebnisse wichtig sind. Welche Materialien benötigt werden sowie Empfehlungen zur Bewegungsberatung - finden sich ebenfalls-  in der Broschüre.

Die Materialien als pdf-Download:

Übungsleiterbroschüre

Auswertungsbroschüre männlich

Auswertungsbroschüre weiblich

Kurzfassung Auswertungsbögen Männer und Frauen


Für die Öffentlichkeitsarbeit zum Download:

Flyer für die Bewerbung des AFT im Sportverein

A3 Plakat zur Bewerbung des Angebots - Allgemein

A3 Plakat zur Bewerbung des Angebots - zur Ankündigung von Testterminen

A3 Plakat zur Bewerbung des Angebots - Übersicht über die Übungen

Diese Materialien entstanden in Zusammenarbeit mit Dr. Christoph Rott von der Universität Heidelberg sowie in Kooperation mit der Marie-Luise und Ernst Becker Stiftung.

Ein Online-Tool zur einfachen Nutzung z.B. bei Aktionstagen in Vereinen oder für Übungsleiter/innen in Kursen finden Sie unter www.alltags-fitness-test.de 

Die Materialbox für den Test erhalten Sie im Dr. Becker Online Shop

Die Hanteln einzeln bestellen können Sie hier

Alle Übungsleitenden erhalten auf den Preis der Materialbox, wie auch den Hanteln im Shop 20% Ermäßigung, wenn sie bei der Bestellung als Gutscheinnummer StiftungHanteln angeben.

Kontakt:

Bei Fragen bezüglich des „Alltags-Fitness-Tests“ melden Sie sich bei:

Ute Blessing

Stellvertretende Ressortleiterin

blessing@remove-this.dosb.de 

Tel.: 069-6700-295, Fax: 069-6700-1295

Älter werden in Balance

Vor dem Hintergrund des demographischen Wandels mit einer deutlichen Zunahme des Anteils älterer und alter Menschen in der Bevölkerung gewinnt das Thema „Gesundheitsförderung und Prävention für ältere Menschen" zunehmend an Bedeutung. Bis zum Jahr 2050 werden nach Prognosen des Statistischen Bundesamts ca. 23 Millionen Menschen über 65 Jahre und etwa 10 Millionen Menschen zwischen 65 und 75 Jahren in Deutschland leben. 

Vor allem die Gesundheit der Älteren rückt als Ressource dabei für ein selbstbestimmtes Leben bis ins hohe Alter in den Fokus. Neben dem gemeinnützigen Sport hat auch die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) einen großen präventiven Handlungsbedarf im Hinblick auf die Zielgruppe erkannt.

Ein Schlüssel für ein lange selbstständiges und selbstverantwortliches Leben nimmt dabei die Bewegung ein. Regelmäßige körperliche Aktivität ist Voraussetzung für den Aufbau und Erhalt des gesamten Bewegungs- und Stützapparats, vor allem der Muskulatur und Gelenke. Wer seinen Alltag aktiver gestaltet, die Treppen statt den Aufzug nimmt oder den kleineren Einkauf zu Fuß erledigt, hat bereits ein großes Plus an Bewegung gewonnen. Die Devise heißt, jeder Schritt zählt! Die gute Nachricht: Die neuere Forschung zeigt, dass positive körperliche Effekte in jedem Alter erzielt werden können! Es ist nie zu spät, etwas zu ändern!

Der Verband der Privaten Krankenversicherung e.V. (PKV) hat sich entschieden, ein bundesweites Programm zur Förderung von Selbstbestimmung, Mobilität und Lebensqualität älterer Menschen zu unterstützen. Die BZgA entwickelt vor diesem Hintergrund „Älter werden in Balance“ ein Programm, das multimodale Maßnahmen zur Aufrechterhaltung und Stärkung von körperlicher und psychischer Gesundheit, Wohlbefinden und sozialer Teilhabe kombiniert. Das Programm „Älter werden in Balance" richtet sich an Frauen und Männer ab 65 Jahren in Deutschland und wird in verschiedenen Maßnahmen durch den DOSB und seinen Mitgliedsorganisationen als Kooperationspartner unterstützt, darunter das AlltagsTrainingsProgramm (ATP), das ältere Menschen ab 60 Jahren zu mehr Bewegung anregen will, und dafür das Siegel „Deutscher Standard Prävention“ erhielt.

(Quelle: BZgA)

Bundesinitiative Sturzprävention

40% der Stürze können durch vorbeugende Maßnahmen verhindert werden.

Derzeit gehören Stürze und sturzbedingte Verletzungen zu den häufigsten Ereignissen, die zu Hause lebende ältere Menschen in ihrer Selbstständigkeit bedrohen. Mit der Alterung unserer Gesellschaft ist gegenwärtig mit einer deutlichen Zunahme von Stürzen und sturzbedingten Verletzungen zu rechnen. Bisher gibt es in Deutschland jedoch keine übergeordneten Empfehlungen oder koordinierten Aktionen zur Sturzprävention im ambulanten Sektor. Diese Lücke versucht die Bundesinitiative Sturzprävention zu schließen. 

Das übergeordnete Ziel ist, ambulante Sturzpräventionsangebote, die internationalen Qualitätsansprüchen genügen und nachhaltig wirksam sind, zu entwickeln und flächendeckend umzusetzen.
In einem umfangreichen Empfehlungspapier widmet sich die Bundesinitiative dem körperlichen Training zur Sturzprävention bei älteren, zu Hause lebenden Menschen. Die Initiatoren/innen benennen dabei konkrete Zielgruppen, Rekrutierungs- und Screeningverfahren, Trainingsinhalte nach aktuellem wissenschaftlichen Stand und Standards für die Ausbildung von Kursleiter/innen. Sie begründen zudem ausführlich, warum es sich bei der Vermeidung von Stürzen und deren Folgen um eine Aufgabe mit gesamtgesellschaftlicher Bedeutung handelt.
Die Bundesinitiative Sturzprävention ist ein Zusammenschluss von Wissenschaftler/innen und Expert/innen aus dem Bereich der Sturzprävention, von Mitarbeiter/innen von Krankenkassen, sowie von Sport- und Wohlfahrtsverbänden.

Motogeragogik

Mehr Lebensqualität durch Bewegung im Pflegeheim

Auch Menschen, die in einer Seniorenresidenz oder einem Alten- und Pflegeheim leben, brauchen Bewegung, damit ihre Selbständigkeit nicht noch weiter schwindet. Körperliche Einschränkungen, Krankheiten oder Schmerzen bestimmen oft genug den Tagesablauf und bedeuten eine Erschwernis des Alltags. Dann wird jede Bewegung zu anstrengend, das Leben wird immer bewegungsloser und:  lebloser. Die Freude und der Lebensmut erlöschen immer mehr, denn Psyche und Motorik hängen eng zusammen.

Das Konzept der Motogeragogik, entwickelt  an der Philipps-Universität Marburg  von Dr. Marianne Eisenburger, hat seit vielen Jahren seinen bedeutsamen Platz in der Bewegungsarbeit mit alten Menschen. Hier können in den Bewegungsstunden wieder Momente der Freude, des Erlebens und Genießens erlebt werden. Auch Begegnung wird ermöglicht. Sich selbst und seinen Körper wieder angenehm zu spüren oder durch Bewegungsaufgaben Anregungen für das Denken zu bekommen, in der warmen Atmosphäre einer Gruppe gemeinsam zu spielen, im Sitzen zu tanzen oder zu singen und sich mit längst vergessen geglaubten Dingen aus dem Alltag zu beschäftigen – solche und ähnliche Erfahrungen schaffen Lebensqualität bis ins höchste Alter.

Gerade wenn aufgrund  von Alzheimer oder anderen Krankheiten des Gehirns das Denken schwindet, bleibt doch der Körper. Bewegung baut die Brücke zu denen, die wir mit unserer sprachlichen Kommunikation nicht mehr erreichen.

In Kooperation mit der Deutschen Akademie Psychomotorik wurde für Interessierte die Fachqualifikation „Psychomotorik mit älteren Menschen in Alten- und Pflegeeinrichtungen“ entwickelt. An drei Wochenenden werden die Inhalte der Motogeragogik theoretisch und praktisch vermittelt. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Altenpflege, die sich um die psychosoziale Begleitung der alten Menschen kümmern, erhalten so vielseitige Anregungen für ihren Arbeitsalltag.

Frühere Projekte

AUF (Aktiv und Fit) Leben

Kernpunkte des Projektes

„Chancen durch Bewegung nutzen - Neue Zielgruppen für den Sport der Älteren gewinnen!“

Hochaltrige Menschen, (deren) pflegende Angehörige sowie Menschen in der Übergangsphase zwischen Erwerbstätigkeit und Ruhestand, das sind die neuen Zielgruppen des DOSB-Projektes „AUF Leben“. In zwei Modellprojekten werden während der Laufzeit von Januar 2013 bis Juni 2015 spezifische Maßnahmen entwickelt und erprobt. Dazu sind der Deutsche Turnerbund (DTB) und der Landessportbund (LSB) Berlin in einer Jurysitzung gemeinsam mit dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) als Modellprojektpartner ausgewählt worden.

Der DOSB steuert und koordiniert die Modellprojekte und stellt die Rahmenbedingungen für das Gesamtprojekt. 2013 schreibt er außerdem einen Teil des Innovationsfonds passend zum Projektthema aus und präsentiert 2014 die Ausstellung „Bewegt bis ins hohe Alter“. 2015 werden dann besonders erfolgreiche Maßnahmen im Rahmen eines Wettbewerbs ausgezeichnet.

Zum Projektflyer

Die Modellprojekte

DTB: 

„Fit und aktiv bis ins hohe Alter / Gut für sich sorgen“

In sechs Tandems zwischen Sportvereinen und Kommunen führt der DTB Maßnahmen für hochaltrige Menschen und pflegende Angehörige durch. Im Fokus steht dabei auch die Vernetzung mit weiteren Partnern vor Ort. Spezielle Angebote gibt es dabei u.a. für Menschen mit Demenz.

LSB Berlin: 

„Übergänge gestalten / Neue Zugangswege für Ältere zu Sport und Bewegung“

Der Zugangsweg der betrieblichen Gesundheitsförderung (BGF) bildet den Schwerpunkt dieses Modellprojektes. Angebote und Maßnahmen werden in zehn Kooperationen aus Sportvereinen und Unternehmen entwickelt. Die Ansprache der Zielgruppe und die Durchführung erster Schnupperkurse erfolgt in den Unternehmen. Dabei liegt der Fokus auch in der gezielten Ansprache von Männern. Über reine gesundheitsorientierte Bewegungsangebote hinaus, spielt daher ebenso die Weiterentwicklung von Sportarten in Richtung der besonderen Anforderungen an alters- und geschlechtergerechte Angebote eine wichtige Rolle.

Ein Kamerateam hat eine Übungsstunde begleitet und zeigt, wie die Kooperationen in der Praxis aussehen können.

Den Link zum Video finden Sie hier

Innovationsfonds 2013/2014

Der Innovationsfonds 2013 hatte das Thema „Sportentwicklung ab dem mittleren Erwachsenenalter. Weiterentwicklung fitness- und sportartenbezogener Angebote vor allem für Männer“. Nachfolgend finden Sie alle geförderten Verbände mit einer Kurzbeschreibung ihrer Maßnahmen und Ergebnisse.

1.    Grundgedanken:

  • Gesundheitssport ist größter Bereich in der Mitgliedergewinnung im Sport der Älteren.
  • Davon angesprochen werden vor allem Frauen.
  • Bei Männern nimmt die sportliche Aktivität im Alter eher ab als bei Frauen.
  • Männer haben andere Motive als Frauen: eher interessiert an individueller Leistungssteigerung

2.    Thema des Handlungsfeldes:

  • Weiterentwicklung von Fitnessangeboten, Sportarten und Organisationsformen (z.B. Wettkampfsystemen) für Männer und Frauen im mittleren Erwachsenenalter
  • Besonders auch interessant aufgrund der zahlenmäßig großen Gruppe der Babyboomer
DOSB Innovationsfonds 2013/2014:

Die Ergebnisse des DOSB Innovationsfonds zum Handlungsfeld „Weiterentwicklung fitness- und sportartbezogener Angebote für Ältere“ finden Sie in unserem Übersichtsdokument.

Gefördert wurden Projekte folgender Sportverbände:

  • Deutscher Karate-Verband: „Best Age Karate – Tradition und Stärke“

  • LSB Berlin/ LSB Brandenburg: „Zukunft für Sportarten“

  • Deutscher Leichtathletik-Verband: „Komm in Form“

  • Deutscher Schwimm-Verband: „Aquaworkout für Männer“

  • Deutscher Turner-Bund: „Erfolgsfaktoren für Fitness- und sportartenbezogene Vereinsangebot für Männer ab dem mittleren Erwachsenenalter“

  • Deutscher Rollsport- und Inline-Verband: „Förderung der gleichberechtigten Teilhabe von Männern im Bereich Inline Speedskating“

  • Deutsche Reiterliche Vereinigung: „Ü40 Cup plus“

  • LSB NRW: „Aktiv und fit“

  • LSB Schleswig-Holstein: „AGIL – aktiv im Job – gesund im Leben“

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